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Brandenburg – physische Übersicht

aus 978-3-14-100262-1 auf Seite 12 Abb. 1
Diercke Karte Brandenburg – physische Übersicht

 
Brandenburg – physische Übersicht

Ziemlich genau in der Mitte Brandenburgs liegt die deutsche Hauptstadt Berlin, die ein eigenes Bundesland bildet. Brandenburg grenzt im Süden an Sachsen, im Westen an Sachsen-Anhalt und mit einem kurzen Stück an Niedersachsen sowie im Norden an Mecklenburg-Vorpommern. Im Osten bilden die Flüsse Oder und Lausitzer Neiße die Grenze zu Polen. Brandenburg liegt im südöstlichen Teil des Norddeutschen Tieflands. Moränen, die Gletscherablagerungen der beiden letzten Eiszeiten, prägen mit ihrer hügeligen Landschaft sowohl den Norden (Prignitz und Uckermark) als auch den Süden (Fläming und Lausitzer Grenzwall). Der Westen ist von den früher teils moorigen Flusstälern der Elbe mit ihren Zuflüssen Schwarze Elster und Havel gekennzeichnet. Den Osten bestimmen die Flusstäler der Oder. Umgrenzt von der Oder, Havel und Spree ragen die sanften Hügel des Barnims aus der östlichen Mitte des Landes hervor.
Die gesamte Region durchziehen viele kleinere und größere Flüsse. Zusammen mit den rund 3000 Seen und zahlreichen künstlichen Wasserläufen (Kanälen) machen sie aus Brandenburg eines der wasserreichsten Bundesländer. In Brandenburg gibt es drei Biosphärenreservate. In Biosphärenreservaten wird eine für die Region typische Landschaft unter Naturschutz gestellt. Im größten Teil eines Biosphärenreservats ist eine nachhaltige Entwicklung der Wirtschaft gewollt und erlaubt. Neben den Biosphärenreservaten Schorfheide-Chorin, Spreewald und Flusslandschaft Elbe ist der Nationalpark Unteres Odertal ein bedeutendes Feuchtgebiet in Brandenburg.

Großlandschaften
Die wellige Hügellandschaft der Prignitz bildet ein nach Westen zur Elbe geneigtes Plateau (Abdachung). Im Osten wird dieses von einem Ausläufer der Mecklenburgischen Seenplatte begrenzt. Weiter im Osten schließen sich das große Waldgebiet der Schorfheide und bis zur Oderniederung die Uckermark an.
Den großen mittleren Teil Brandenburgs nehmen die drei großen Urstromtäler Thor-Eberswalder Urstromtal, Warschau-Berliner Urstromtal und Glogau-Baruther Urstromtal ein. Urstromtäler bildeten sich durch das nach den Eiszeiten parallel zum Eisrand bis ins Meer abfließende Wasser der schmelzenden Gletscher. Landschaftlich ergänzt werden die Urstromtäler durch die von ihnen gebildeten Niederungen oder Flusstäler (Rhinluch, Havelländisches Luch, Oderbruch, Spreewald) und den zwischen ihnen aufragenden Platten.
Zu ihnen zählen unter anderem der flachwellige Barnim mit der Märkischen Schweiz, Teltow mit seinen Sand- und Lehmböden. Oderbruch und Spreewald sind die größten Flusstäler, so genannte Niederungsgebiete.
Der Süden wird vom Altmoränengebiet des Südlichen Landrückens geprägt. Als Moräne wird das von Gletschern transportierte und abgelagerte Material (z. B. Geröll) bezeichnet. Altmoränenlandschaften sind, im Vergleich zu Jungmoränenlandschaften, bereits stark verwittert und meist flachwellig bis hügelig. Im Westen erstreckt sich der etwa 100 Kilometer lange Höhenrücken des Fläming. Der 200 Meter hohe Hagelberg im Fläming ist die höchste Erhebung Brandenburgs. Ganz im Süden hat Brandenburg noch Anteil am Lausitzer Urstromtal, das von der Schwarzen Elster durchflossen wird.
E. Astor, M. Schneider, S. Lemke



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