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Sezessionskrieg 1861-1865 (Amerikanischer Bürgerkrieg)

aus 978-3-14-100263-8 auf Seite 211 Abb. 7
Diercke Karte Sezessionskrieg 1861-1865 (Amerikanischer Bürgerkrieg)

 
Sezessionskrieg 1861-1865 (Amerikanischer Bürgerkrieg)
Der Sezessionskrieg, auch amerikanischer Bürgerkrieg genannt, war der gewaltsamste und verlustreichste aber auch grundlegendste Schritt der nationalen Entwicklung der Vereinigten Staaten von Amerika.
Die Ursache für den Krieg war eine tiefe soziale und politische Spaltung zwischen den beiden Lagern, insbesondere bei der "Sklavenfrage". Während die Nordstaaten für die Abschaffung der Sklavenhaltung waren, wollte der Süden nicht auf Sklaven auf den Plantagen verzichten. Nachdem 1860 der Republikaner Abraham Lincoln (entschiedener Gegner der Sklaverei) zum Präsidenten der USA gewählt wurde, erklärten die 11 Südstaaten daraufhin ihren Austritt aus der Union (Sezession). Sie gründeten die Konföderierten Staaten von Amerika mit Jefferson Davis als Präsident. Als Lincoln erklärte, dass er die Union als unteilbar betrachte, eröffnete die Konföderation am 12.4.1861 den Sezessionskrieg.
Der Bürgerkrieg war der erste Krieg, in dem die neuen technischen Errungenschaften eingesetzt wurden. Der Telegraf ermöglichte ein schnelles Meldesystem, die Eisenbahn konnte Armeen schnell von einem Ort zum anderen verlegen, auf dem Wasser kämpften Panzerschiffe gegeneinander und es fand der erstmalige Einsatz von U-Booten unter Gefechtsbedingungen statt. Auf Dauer machte sich die Überlegenheit des Nordens an Bevölkerung und Wirtschaftskraft bemerkbar. Die Schlacht von Gettysburg vom 1. – 4.7.1863 leitete die Wende im Bürgerkrieg ein. Nach weiteren Erfolgen des Nordens mussten die Südstaaten am 9. 4.1865 gegenüber den Nordstaaten kapitulieren.
Der vier Jahre dauernde Krieg kostete etwa 620.000 Menschen das Leben, drei Millionen Soldaten zogen ins Gefecht.
S. Heise


Stichworte: Bürgerkrieg Industrialisierung Konföderation Nordstaaten Sezession Südstaaten Union


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